Hälfte der Kasseler Schulkinder hat Karies

Etwa die Hälfte der Kasseler Kinder hat bei ihrer Einschulung Karies. Dies teilte die Leiterin des Kasseler Gesundheitsamtes, Frau Dr. Karin Müller, auf eine Anfrage über den Gesundheitszustand der Kasseler Kinder im Schulausschuss mit. Der Gesundheitszustand insgesamt sei jedoch nicht alarmierend. Bei den Mädchen sei er ein wenig besser als bei den Jungen. Bei Kindern mit Migrationshintergrund lasse sich im Schnitt ein etwas schlechterer Gesundheitszustand feststellen. Dies gelte auch für die allgemeine Sprachkompetenz. Die mitgeteilten Daten beruhen auf der Auswertung der Gesundheitsuntersuchung bei der Einschulung, der sich jedes Kind unterziehen muss.

documenta: Kasseler Linke gegen Vorverurteilung

Die Kasseler Linke spricht sich im Hinblick auf documenta-Defizit gegen eine Vorverurteilung aus und wendet sich gegen Versuche, „die aufgetretenen finanziellen Probleme zu benutzen, um auf die kritischen Inhalte der d14 drauf zu schlagen“. Die Weltkunstausstellung documenta 14 sei nicht als eine Wohlfühlausstellung konzipiert worden, „sondern setzte sich mit Krieg und Rassismus, mit Ausbeutung und Unterdrückung im globalen Zusammenhang auseinander, mit deren Ursachen und Auswirkungen. Der gleichzeitig damit verbundene Perspektivwechsel betont auch unsere Verstrickungen in der Geschichte und in der Gegenwart und das gefällt nicht allen. Stichwort Rüstungsindustrie, KMW und Flüchtlingsströme“, so Dr. Marlis Wilde-Stockmeyer, Stadträtin der Kasseler Linken. Erst nach der Prüfung der finanziellen Abläufe werde man darüber entscheiden können, „ob bei dem von allen Zuständigen genehmigten Konzept der d14 mit der Ausweitung an den Standort Athen fahrlässig mit den Geldern umgegangen wurde oder nicht und wer dann dafür verantwortlich wäre“, betont Lutz Getzschmann, Fraktionsvorsitzender der Kasseler Linken.

Hier geht es zur vollständigen Erklärung der Kasseler Linken: https://kasseler-linke.de/pressemitteilungen/1405-gegen-vorverurteilungen-der-documenta-14

 

 

Entsetzen über Trumps Rede vor Vereinten Nationen

Auf Entsetzen stieß die erste Rede des amerikanischen Präsidenten Donald Trump vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen. Als „tief philosophische“ Rede von seinem Umfeld angekündigt, hielt Trump eine weitere Wahlkampfrede, gerichtet nicht an die versammelte Weltgemeinschaft, sondern an die eigene Wählerschaft. Nordkorea drohte er mit „totaler Zerstörung“ und bezeichnete diesen Staat neben Iran, Kuba und Venezuela als „kleine Gruppe von Schurken“, welche die „Geißel unseres Planeten“ seien. Iran sei eine „korrupte Diktatur“ und das „mörderische Regime“ unterjoche das eigene Volk. Erneut stellte er das Atomabkommen mit dem Iran in Frage und nannte es eine „Peinlichkeit“ für Amerika. Trumps Wählerschaft zeigt sich begeistert, der Iran ist entsetzt über die „ignorante Hassrede“.

Bild: By Michael Vadon (Donald Trump) [CC BY-SA 2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)], via Wikimedia Commons

 

Gerechtigkeit durch Videobeweis? Köln verzichtet mangels Erfolgsaussicht auf Protest

Der 1. FC Köln wird gegen die Wertung des Spiels gegen Borussia Dortmund keinen Protest einlegen. Dies gab der Verein am Dienstag bekannt. Der Schiedsrichter hatte beim Spielstand von 1:0 für die Dortmunder einen Regelverstoß gegen den Kölner Torwart gesehen und das Spiel durch Pfiff unterbrochen. Erst danach überquerte der Ball die Kölner Torlinie. Durch Videobeweis wurde festgestellt, dass der Torwart nicht durch einen Dortmunder Spieler behindert worden war. Daraufhin gab der Schiedsrichter das Dortmunder Tor, was regelwidrig ist. Dennoch hätte ein Kölner Protest keine Aussicht auf Erfolg gehabt. Entscheidungen durch Video-Beweise können nicht angegriffen werden. Statt eines Protestes bitten die Kölner nun den DFB um eine Stellungnahme. Der Vorfall wird die Diskussion um den Video-Beweis beleben. Hier jedenfalls hat er nicht zu mehr Gerechtigkeit geführt.

Tag der Erde wieder ohne Bratwurst?

Nachdem bereits der Tag der Erde im Jahr 2017 – trotz heftiger Proteste – ohne Bratwurst-Angebot stattfinden musste, strebt der Ortsbeirat Nord-Holland auf Initiative der dortigen SPD-Fraktion einen vegetarischen Tag der Erde im Jahr 2018 an. Dies gab der SPD-Ortsverein Nord-Holland auf seiner Facebook-Seite bekannt. Am 22.04.2018 findet der Tag der Erde im Stadtteil Nord-Holland statt.

Bargeldboten: documenta-Geschäftsführerin wies vor Monaten auf Notwendigkeit hin

Bereits im Februar 2017 wies die documenta-Geschäftsführerin Annette Kulenkampff im Kulturausschuss des Stadtparlaments auf die Folgen der griechischen Finanzkrise für die Organisation der Ausstellung in Athen hin. Normaler Zahlungsverkehr war nicht möglich, weil man in Athen lediglich 120,- € pro Woche an Bargeld vom Bankkonto abheben durfte. Deshalb verlangten die Lieferanten Barzahlung und das Bargeld wurde von Kassel aus durch Boten nach Athen gebracht.

Hier geht es zum Bericht aus dem Kulturausschuss: https://freiewaehler-und-piraten.de/2017/02/15/notizen-aus-dem-kulturausschuss/#more-550

FDP und Grüne schließen Jamaika nicht aus

Sowohl die FDP als auch die Grünen haben auf Parteitagen am Wochenende eine Jamaika-Koalition aus Union, FDP und Grünen nach der Bundestagswahl nicht ausgeschlossen. In ihren Reden attackierten sich die Spitzenpolitiker beider Seiten zum Teil heftig, ließen dabei aber eine Hintertür für Gespräche über eine Zusammenarbeit nach der Wahl offen. Nach den aktuellen Umfragen ist eine Jamaika-Koalition neben der Fortführung einer großen Koalition aus Union und SPD rechnerisch die einzige Alternative.

Britischer Außenminister Johnson attackiert mit Forderung nach hartem Brexit Premierministerin May

Großbritanniens Außenminister Boris Johnson spricht sich für einen harten Brexit aus und fordert damit die britische Premierministerin Theresa May heraus. In einem Gastbeitrag für die britischen Zeitung Telegraph sieht er Großbritannien nach dem Brexit vor einer glorreiche Zukunft. Zahlungen an die Europäische Union seien Verrat und ein weicher Brexit eine Erniedrigung für sein Land. Er wiederholte zugleich seine umstrittene Äußerung aus dem Brexit-Wahlkampf, wonach zusätzlich 350 Millionen Pfund wöchentlich in das britische Gesundheitssystem fließen könnten, wenn die Zahlungen an die Europäische Union eingestellt würden. Sowohl inhaltlich als auch vom Zeitpunkt her werden diese Äußerungen als Kampfansage gegen May bewertet. Innerhalb der britischen Konservativen wurde zuletzt erwogen, durch Übergangsregelungen die Folgen des Brexit abzufedern. Außerdem hatte May für Ende der Woche eine Rede in Florenz angekündigt, mit der sie den Brexit-Verhandlungen ein „Update“ geben und dabei „den Wunsch der Regierung nach einem tiefen und besonderen Verhältnis mit der EU“ unterstreichen wolle. Mit seinen Äußerungen spitzt Johnson, der kaum verhüllt das Amt des Premierministers anstrebt, die Diskussion innerhalb der Tories weiter zu und drängt May in die Defensive.

Bild: By Think London [CC BY 2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/2.0)], via Wikimedia Commons

documenta-Defizit bei 8 Millionen

Die Stadt Kassel und das Land Hessen wollen jeweils eine Ausfallbürgschaft in Höhe von bis zu 4 Millionen Euro zugunsten der documenta gGmbH übernehmen. Damit soll ein Kredit der Gesellschaft in Höhe von 8 Millionen Euro abgesichert werden, der zur Finanzierung des Kapitalmehrbedarfs des Ausstellungsetats der documenta 14 aufgenommen werden soll. Die Ausfallbürgschaft für Kassel muss das Stadtparlament beschließen, das am 25. September 2017 tagen wird.