6. Harleshäuser Musikfest

Das Duo Pfeffer und Likör mit ihrem Programm „Die Nacht ist nicht allein zum Schlafen da“ tritt am 21.08.2018, 19:00 Uhr, auf.

Das 6. Harleshäuser Musikfest verbunden mit den 6. Kasseler Meisterkursen findet vom 21. – 27.Juli wieder in und rund um die Erlöserkirche in Harleshausen statt, die mit ihrem einladenden Umfeld und ihrer außergewöhnlich guten Akustik den roten Teppich für die Gäste des Musikfestes und die Musikerinnen und Musiker ausrollt. Das Programm ist hochkarätig, reich und vielfältig: Mit einem „Ossenspektakel“ wird das Musikfest eröffnet. Es folgen die „Lange Nacht der Musik“, der „Harleshäuser Salon“ sowie vier Meisterkonzerte, bei denen die Dozenten der Meisterkurse musizieren, und zwei Konzerte mit Kursteilnehmern, davon eines mit Orchester. Darüber hinaus findet ein Festgottesdienst in der Erlöserkirche statt, der musikalisch umrahmt wird. Auch für das leibliche Wohl der Besucher ist gesorgt.

 

Obelisk: Magistrat ignoriert Beschluss der Stadtverordneten – Obelisk bleibt vorerst auf Königsplatz

In der Auseinandersetzung um den Verbleib des documenta-Obelisken von Olu Oguibe ignoriert der Kasseler Magistrat den Beschluss der Mehrheit von SPD, CDU und AfD, das Kunstwerk bis zum 31.07.2018 vom Königsplatz zu entfernen, wenn nicht bis zum 30.06.2018 eine Einigung mit dem Künstler erzielt wird. Bei den Fristen handele es sich lediglich um eine Bitte der Stadtverordneten, so ein Sprecher der Stadt. Nach den Sommerferien seien Gespräche mit dem Künstler geplant. SPD-Fraktionschef Schnell hatte im Juni noch erklärt, dass „der Obelisk am bisherigen Standort abgebaut werden muss, wenn bis Ende des Monats keine Einigung zwischen dem Magistrat und dem Künstler über die Ankaufssumme und den Kompromissvorschlag zum Standort am Holländischen Platz erzielt wird.“ Oguibe vergleicht sein Kunstwerk mittlerweile mit einem Flüchtling: Über sein Schicksal wird von der Obrigkeit entschieden.

Obelisk: Mehrheit aus SPD, CDU und AfD schafft verwirrende Beschlusslage

Die Kasseler Stadtverordnetenversammlung hat zum Verbleib des Obelisken eine verwirrende Beschlusslage geschaffen. Abgelehnt wurde ein Antrag der CDU, die Einkaufsbemühungen einzustellen. Mit der CDU stimmte allein die AfD. Angenommen wurde ein Teil des Antrages der SPD, mit dem die Stadtverordneten in ihrer Mehrheit dem Ankauf des documenta-Kunstwerkes zustimmten. Abgelehnt wurde jedoch jener Teil des Antrages, mit dem die Sozialdemokraten die unverzügliche Aufstellung des Obelisken am Holländischen Platz erreichen wollten. Mit den Stimmen von SPD, CDU und AfD wurde jedoch zugleich beschlossen, das Kunstwerk bis zum 31.07.2018 abbauen zu lassen, falls bis zum 30.06.2018 keine Einigung mit dem Künstler erzielt wird. Vorgaben für eine solche Einigung beschlossen die Stadtverordneten nicht.

Nach Protesten: Liniennetzreform wird nachgebessert

Nach Protesten von Fahrgästen und Fahrern wird die am 25. März 2018 in Kassel in Kraft getretene Liniennetzreform voraussichtlich zum 18.06.2018 nachgebessert. Bei der Linie 10 sollen die Fahrzeiten angepasst werden, die Linie 11 erhält einen weiteren Bus und bei der mit großen Verspätungen kämpfenden Linie 12 wird der Fahrweg geändert. Noch nicht behoben werden die verkürzten Aufenthalte bei den Endhaltestellen. Vor allem bei der Linie 13 ist es den Fahrern aus Zeitmangel nicht möglich, an der Weserspitze die dortige Toilette aufzusuchen. Auch die Klagen der Eltern aus Harleshausen wegen der fehlenden Einsatzwagen zur Albert-Schweitzer-Schule, Heinrich-Schütz-Schule und Wilhelmsgymnasium werden bisher nicht erhört. Auch bei der Linie 28, von den Fahrern wegen der kurzen Fahrplanzeiten als „Rennwagen“ bezeichnet, soll es noch keine Änderungen geben.

Junge Liberale: Christian Kuschel neuer stellvertretender Landesvorsitzender – Nordumgehung für Kassel gefordert

Im Rahmen des 70. Landeskongresses der Jungen Liberalen Hessen in Steinbach ist Christian Kuschel zum neuen stellvertretenden Landesvorsitzenden gewählt worden. Der Kasseler Nachwuchspolitiker konnte 91% der Delegierten von sich überzeugen und löste damit den abtretenden Florian Möller im Amt ab. Kuschel ist in dieser Position auch Hauptverantwortlich für die Wahlkampforganisation der FDP-Jugendorganisation. „Die Jungen Liberalen Hessen haben ein konstant starkes Mitgliederwachstum zu verzeichnen. Unsere Aufgabe wird es in Zukunft sein, diese Neumitglieder mit einzubinden und in die vorhandenen Strukturen zu integrieren“, so Kuschel. Die hessischen Jungen Liberalen gehören auf Bundesebene zu einem der größten Landesverbände. Kuschel ist weiterhin der FDP Kandidat für die Landtagswahl am 28.Oktober, im Wahlkreis Kassel-Ost. Neben den Nachwahlen des Landesvorstandes, ist der Leitantrag „Hessen under Cunstruction“, was so viel wie „Hessen im Ausbau“ bedeutet, beschlossen. Diverse Forderungen in der Verkehrs-, Digital- und Sozialinfrastruktur sind Teil des Antrags. Speziell für die Region Kassel ist eine Nordumgehung gefordert, die den Verkehr aus dem nördlichen Umkreis aus der Stadt bringt und direkt an die A44 anschließt.

Obelisk: Olu Oguibe macht Kompromissvorschlag

Der Künstler des documenta-Obelisken, Olu Oguibe, hat einen Kompromissvorschlag für den Verbleib des Kunstwerkes in Kassel gemacht. Er schlägt vor, den Obelisken am neu zu errichtenden documenta-Institut aufzustellen. Bis zur Fertigstellung des Instituts am Holländischen Platz soll der Obelisk auf dem Königsplatz verbleiben. Bisher hatte der Künstler verlangt, dass der Obelisk auf dem Königsplatz verbleiben muss. Dafür zeichnete sich jedoch keine politische Mehrheit hat. Den Kompromissvorschlag Oguibes nennt Kulturdezernentin Völker weit reichend.

Neuer documenta-Geschäftsführer: „Bin gut darin, Dinge zu verkaufen, die eigentlich keiner braucht.“

Die Süddeutsche Zeitung berichtet, dass die documenta einen neuen Geschäftsführer gefunden zu haben scheint. Dabei soll es sich um den Musikmanager Wolfgang Orthmayr handeln, der bereits für Sony-Music für einen Musical-Produzenten gearbeitet hat. Bei seiner Vorstellung in Kassel soll er der Süddeutschen zufolge gesagt haben, er sei „gut darin, Dinge zu verkaufen, die eigentlich keiner braucht“. Dies hat die Verantwortlichen offenbar überzeugt. Die Neubesetzung der Geschäftsführerstelle ist erforderlich, weil die bisherige Geschäftsführerin Annette Kulenkampff nach einem Millionen-Defizit der documenta 14, das ihr angelastet wird, zum 01. Juni 2018 aus dem Amt ausscheidet.

Die PARTEI Kassel stellt Kandidaten für die Landtagswahl 2018 auf

v.l.n.r.: Falko Görres, Ingo Schneider, Sören Magerkort, Paul Schon, Jennifer Leitz, Dominic Harapat, Johannes Jakobi, Robert Kubitschek.

v.l.n.r.: Johannes Jakobi (1. Vorsitzender), Jennifer Leitz (Schatzmeisterin), Robert Kubitschek (2. Vorsitzender)

Mit dem 28-jährigen Doktoranden Sören Magerkort (Wahlkreis Kassel I) und dem 21-jährigen Studenten Paul Schon (Wahlkreis Kassel II) hat die PARTEI Kassel ihre Kandidaten für die Landtagswahl aufgestellt. Schon hatte im Mai des vergangenen Jahres bereits 0,98% bei der Landtagswahl im Rhein-Sieg-Kreis III erlangt, Magerkort begibt sich erstmalig in die Politik. „Unser Ziel ist es, in einem erfolgreichen Bundesland zu leben. Mein Ziel ist es, Hann. Münden zu annektieren, damit Hessen sich endlich Bratwurstweltmeister nennen kann“, so Magerkort. Die PARTEI ist eine Satire-Partei, die im Jahr 2004 vom ehemaligen Titanic-Chefredakteur Martin Sonneborn gegründet wurde. Seit der Europawahl 2014 sitzt Sonneborn im Europäischen Parlament. Neben der Nominierung für die Landtagswahl wählte die Partei auch einen neuen Vorstand. Die Führung übernehmen nun Johannes Jakobi (19 Jahre, 1. Vorsitzender), Robert Kubitschek (25 Jahre, 2. Vorsitzender) und Jennifer Leitz (29 Jahre, Schatzmeisterin). Bei der Bundestagswahl 2017 konnte PARTEI-Kandidat Jan Schuster 1,3% erringen. Mit der knappen Verfehlung seines Ziels von 100% trat der sympathische Student jedoch im Anschluss zurück.

Freie Wähler Kassel nominieren Kandidaten für Landtagswahl

Vera Gleuel (2.v.l.) und Christian Klobuczynski (links) mit dem Bundesvorsitzenden Hubert Aiwanger (2.v.r.) und dem Landesvorsitzenden Engin Eroglu (rechts)

Mit Vera Gleuel und Christian Klobuczynski haben die Kasseler Freien Wähler ihre Kandidaten für die Wahl zum 20. Hessischen Landtag am 28. Oktober 2018 gewählt. Im Wahlkreis 3 (Kassel-Stadt I – West) wird der 51jährige Sozialwissenschaftler Christian Klobuczynski ins Rennen gehen. Den Bürgern der Stadt ist Klobuczynski durch seine Vorträge und Projekte zu sozialhistorischen Themen und als ehrenamtlicher Stadtrat bereits bekannt. Für die Freien Wähler Hessen sitzt er auch im Hauptausschuss des Hessischen Städtetages und als ehrenamtlicher Kreisgeschäftsführer in Kassel unterstützt er die Arbeit der Landesgeschäftsstelle bei den nordhessischen Kreisvereinigungen. Im Wahlkreis 4 (Kassel-Stadt II – Ost) wird die 67jährige Hauswirtschaftsleiterin Vera Gleuel antreten. Sie ist als Stadtverordnete und Mitglied des Kasseler Kochclubs aktiv. Seit dem 01. März ist sie auch Fraktionsvorsitzende der Fraktion Freie Wähler und Piraten im Kasseler Rathaus. Die Freien Wähler sind in Hessens Kommunen mit vielen Mandatsträgern vertreten und werden in fast allen hessischen Wahlkreisen zur Wahl stehen. Nach dem Grundsatz „Politik ist für den Menschen da!“ werden sie für eine generationsübergreifende Familienpolitik, für mehr Bürgerbeteiligung, eine bessere medizinische Versorgung und mehr Infrastruktur, besonders auf dem Land, eintreten, so Klobuczynski.

 

Kassel: Gedenkveranstaltung für Halit Yozgat findet statt

Trotz der Absage der Stadt Kassel findet die Gedenkveranstaltung für das NSU-Opfer Halit Yozgat am 6. April 2018, 15:30 Uhr, Halitplatz, statt. Hierauf weisen die Veranstalter in ihrem Aufruf hin. Gleichzeitig kritisieren sie den Rückzug der Stadt als beschämend und nicht hinnehmbar. Oberbürgermeister Christian Geselle hatte für die Stadt die Teilnahme „aus Sicherheitsgründen“ abgesagt. Die Polizei sieht keine konkrete Gefahr. Sie sieht sich in der Lage, die Gedenkveranstaltung zu schützen, so die Veranstalter. Sie rufen die zivilgesellschaftlichen Gruppen in Kassel auf, sich an der Gedenkveranstaltung zu beteiligen und damit ein wichtiges sozial-politisches Zeichen zu setzen.