Erwartbar: documenta schließt mit einem Defizit ab

Die documenta wird mit einem Defizit abschließen, nicht zum ersten Mal in ihrer Geschichte. Dass dies auch bei der jetzt zu Ende gehenden Ausstellung der Fall sein würde, war zu erwarten. Die Geschäftsführerin der documenta gGmbH, Annette Kulenkampff, hatte bereits vor der Eröffnung der Ausstellung auf eine Unterfinanzierung hingewiesen. Bespielt wurden mit Athen und Kassel zudem zwei Ausstellungsorte und mit 163 Tagen war sie länger zu sehen als jede ihrer Vorgängerinnen. Dass dies mehr Geld kosten würde musste jedem klar sein, der des kleinen Einmaleins mächtig ist.

Umso mehr verwundert es, dass die örtliche Tageszeitung hieraus einen großen Skandal macht. Kuriose Fehlentscheidungen des künstlerischen Leiters Adam Szymczyk und der Standort Athen seien Schuld an einer drohenden Insolvenz der documenta. Als Beispiele werden angeführt horrende Stromrechnungen wegen der Hitze in Athen und Transportkosten des Marmorzeltes, das sowohl in Athen als auch in Kassel zu sehen war, „in sechsstelliger Höhe“. Mittlerweile hat die Künstlerin des Marmorzeltes erklärt, dass die Verschiffung des Zeltes 6560,- € gekostet habe, gezahlt von einer kanadischen Stiftung. Spekuliert wird auch, von wem die Informationen über die angeblich drohende Insolvenz stammen. Das Umfeld des Oberbürgermeisters wird mittlerweile von dieser Tageszeitung nicht unwesentlich geprägt.

Immer wieder wird diskutiert, dass die Weltkunstausstellung documenta nicht in die hessische Provinz gehört. Diese Diskussion ist durch die Berichterstattung der örtlichen Tageszeitung ganz sicher befeuert worden.

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