Chemnitz: Merkel widerspricht Kretschmer

Dr. Angela Merkel

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat ihre Verurteilung der Ausschreitungen in Chemnitz mit Blick auf Äußerungen des sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (CDU) noch einmal bekräftigt. Es gab „sehr klar Hass und damit auch die Verfolgung unschuldiger Menschen“. Davon müsse man sich distanzieren. „Das hat Herr Seibert gemacht, das tue ich, das habe ich auch schon getan. Damit ist alles gesagt.“ Unmittelbar nach den Ausschreitungen in Chemnitz hatte Merkel diese scharf kritisiert: „Wir haben Videoaufnahmen darüber, dass es Hetzjagden gab, dass es Zusammenrottungen gab, dass es Hass auf der Straße gab.“ Die Äußerungen von Merkel sind eine Replik auf die Regierungserklärung des sächsischen Ministerpräsidenten Kretschmer, in der dieser die Ereignisse relativiert hatte. „Es gab keinen Mob, es gab keine Hetzjagd, es gab keine Pogrome.“ Vielmehr habe es „harte, pauschale und oft nicht zutreffende Urteile“ über Chemnitz und die Ostdeutschen gegeben.
Bild: Copyright(c) Deutscher Bundestag / Achim Melde

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